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Portugal Part 2: Morgado Golf Hotel & mittlere Algarve & Lagos

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The Road Trip continues. Nach den beiden Übernachtungen im Tipi-Zelt ging es weiter Richtung mittlere Algarve in die Nähe von Portimao. Ich glaube das ist die größte Stadt im Süden Portugals; zumindest war das mein Eindruck. Auf dem Weg dorthin bin ich schön die Landstraße entlanggekrochen, da das Nutzen der Autobahn Manni kostet. Dafür hab ich viele neue Eindrücke gewonnen. Vor allem, daß es viele Supermärkte an der Algarve gibt. Und da ist ein richtiger Marketing-Fight ausgebrochen. An fast jedem Kreisverkehr waren einheitliche Werbeschilder angebracht, welche meistens auf einen der Supermärkte hingewiesen hat. Oder auf Decathlon. An Supermärkten fallen mir spontan ein: Lidl, Aldi, Pingo Doce, InterMarche, Continente. Und das waren zum größten Teil alles extrem große Läden. Lidl hat meiner Meinung nach am meisten Schilder und Großflächenplakate hängen gehabt und bei dem war auch immer gut was los. Und jetzt kommt das geilste: In einigen Supermärkten, allen voran dem InterMarche, gab es an der Fleischtheke einen abartig großen Grill. Und darauf wurden ganze Hähnchen gebraten. Für nen Euro gab es schon eine ordentliche Portion direkt vom Grill. Und das sollte in den nächsten Tagen öfter meine Anlaufstelle werden.

Ein bisschen außerhalb liegt der MORGADO Golf & Country Club mit 2x 18-Loch-Plätzen. Da ich Pro Golfer bin ist das genau das Richtige für mich. Auch hier gilt: wer sich über Golf unterhalten möchte schickt eine eMail an progolf@poprocky.com. Ohne GPS-Daten war auch dieser Ort schwer zu finden. Aber mit ein bisschen Glück landet man dann vor einer Schranke, die einem zeigt: nur für Gäste. War ich zwar noch nicht, wurde aber schnell geändert. Nun war das Grundstück so abartig groß, daß es 3 Kreisverkehre und etwa 4 Minuten mit etwa 80km/h dauerte, bis ich am Hotel ankam. Auf der Fahrt dorthin habe ich noch 3 weitere, unfertige Hotels gesehen. Die Landschaft mit Ihren imposanten Bergen, Seen und den grün angelegten Golfflächen sah richtig fein aus. Das war was fürs Auge. Der Club war unterteilt in 8 Gästegebäude, welche entweder ein- oder zweistöckig waren. Das Auto konnte man direkt vor der Türe parken. Die Zimmer waren sehr geräumig und modern eingerichtet. Viel Platz, egal ob in der überdimensionierten Dusche, dem Wohnraum oder der Terrasse.

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Von der Terrasse hatte man einen schönen Blick auf einen der runden Pools und die schöne Landschaft. Und auf zwei Hotelruinen. An der Rezeption habe ich mal nachgefragt, wieso hier 3 Bauruinen stehen und die Antwort hätte ich mir denken können: der Besitzer wollte 4 Hotels (Reiterhotel, Weinhotel, Golfhotel, Apartements) bauen; dann ging die Kohle aus und man hat wenigstens den Komplex eröffnet, der zum damaligen Zeitpunkt am weitesten fortgeschritten war. Ansonsten konnte man an der Rezeption mit Tipps und Auskünften gar nicht punkten. Hotelempfehlungen? Fehlanzeige.

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Von hier aus galt es nun also die mittlere Algarve zu erkunden. Um die Ecke war Portimao mit unzähligen Supermärkten und schlechten Einkaufszentren. Dafür gab es drumherum genügend Strände zu erkunden. Da kann man fast jeden anfahren; sind alle auf Ihre Art toll. Je nachdem auf was man steht. Einige Strände sind nicht richtig ausgeschildert und bei vielen Stränden muss man auch einen kurzen oder längeren Weg bergabwärts in Kauf nehmen.

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Einen Tag lang bin ich auch mal ins Landesinnere gefahren. Absolut zu empfehlen ist Caldas de Monchique, ein kleines verschlafenes Kaff mit tollem Thermalbad.

Das Frühstück. Das ist bei mir immer so eine Sache. Da erwarte ich einfach oftmals zu viel. Das Buffet war sehr umfangreich, aber mich hat nichts umgehauen. Alle Standards waren vertreten, von Eiern über bissl Obst bis hin zu Croissants. Aber alles in so Fertigprodukt-Qualität. Am zweiten Tag hing mir das Frühstück schon zum Hals raus. Das klingt jetzt böse, war aber mein Eindruck. Ich glaube viele Leute haben da keinen so hohen Anspruch. Da geht es eher um die Quantität. Was ich auch lernen musste: die Protugiesen können keinen Kaffee kochen. Totalkatastrophe.

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Warum das so ist habe ich erst gegen Ende meines Trips erörtert. Trotzdem bin ich jeden Morgen zum Frühstück gerannt, da man so schön draußen auf der Terrasse sitzen und den Golfern zuschauen konnte. Das war irgendwie entspannend und so sollte ein Tag auch starten.

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Danach war dann meistens eine kurze Pool-Session angesagt. Zwei Pools (+2 Kinderpools) bietet das Hotel und diese waren auch nicht so überfüllt. Die Männer waren golfen, die Frauen sich Ihre Nägel machen. Also genügend Platz für mich an und in diesem schönen Pool. Gym und Spa waren leider nicht vorhanden. Nun fragt sich sicherlich der Eine oder Andere, warum ich mich für dieses Hotel entschieden habe. Die Antwort ist simpel: viel Hotel für wenig Geld. Die meisten Hotels an der Algarve sind überteuert und eine gute Alternative sind Golf-Hotels, die ein paar Kilometer vom Strand entfernt liegen. Und die Entscheidung war letztendlich goldrichtig: so viel Ruhe und Komfort hätte ich woanders nicht mal annähernd bekommen.

Im Westen liegt die Stadt Lagos. Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, daß sich die Portugiesen ein kleines bisschen Gedanken gemacht haben, wie und was man denn uns Touris bieten könnte. Lagos verfügt über eine wunderschöne Altstadt, mehrere Strände und vielen Grotten. Die kleine Stadt wirkt sehr modern, mit großem Parkhaus, einem Hafen und eben jener Altstadt, in der es allerdings fast nur Restaurants und kleine Shops gab.

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Vom Hafen aus legten jede Menge Boote zu Grottentouren ab. Ich habe mir auch eine 2-stündige Segelbootfahrt inkl. Grottenbesichtigung (in einem kleinen Boot) und ins offene Meer springen gegönnt. Für faire 20,- Tacken. Das war sehr entspannend und preislich mehr als fair. Wenn man allerdings zwei Grotten gesehen hat, reicht es auch schon. In den Grotten stehen die kleinen Boote Schlange. Also nichts mit Idylle oder schönen Panoramafotos.

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Fazit: In der mittleren Algarve gibt es mit Städten wie Portimao, Albufeira und Lagos und dem Hinterland viel zu entdecken. Die ersten beiden Städte waren für mich unrelevant; aber gute Strände gabe es eine ganze Menge.

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Part 2 von 7.
Part 1: Glamping & Algarve East
Part 3: Casa Azul Hotel & Sagres & Surferküste
Part 4: Robin Hood Hütte & Westküste
Part 5: Lissabon
Part 6: Was die Portugiesen können. Und was NICHT.
Part 7: Türen in Portugal

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